Devisen: Euro gibt etwas nach
Der Euro
Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus Deutschland bewegten den Markt kaum. Die Gesamtproduktion war im Mai stärker als erwartet gestiegen. Bereits am Montag hatten die Auftragseingänge der Industrie positiv überrascht. "Die harten Daten sprechen bislang für ein positives Wachstum im zweiten Quartal", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank. Er verwies auch auf die Einzelhandelsumsätze, die im Mai merklich gestiegen waren. "Damit könnte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal eine gewisse Resilienz gegenüber den Geschehnissen in Nahost erwiesen haben."
Die Zahlen gaben dem Euro jedoch keinen nachhaltigen Auftrieb. Seit Mitte Juni bewege sich der Euro "zwischen 1,135 und 1,145 Dollar und man bekommt langsam das Gefühl, dass dies noch ein wenig so weitergehen könnte", schrieb Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank in einem Kommentar. "Denn zumindest für den Moment scheinen keine großen Treiber in Aussicht. Zumindest für den Sommer."
Es stünden zwar diesen Monat noch zwei Zentralbanksitzungen an - große Impulse seien aber auch hier nicht zu erwarten, so Baur weiter. Es scheine sich am Markt zwar die Meinung zu festigen, dass die EZB den Leitzins ein weiteres Mal anheben werde, für diesen Schritt scheine aber der September wahrscheinlicher als der Juli. "Und wenn man nun den Eindruck hat, dass die EZB wenig Neues sagen wird, dann dürfte dies für die Fed noch viel mehr gelten." Fed-Chef Kevin Warsh habe in den vergangenen Wochen klargemacht, dass er nichts sagen werde, und das dürfte auch so bleiben. Ein klares Signal sei also auch hier nicht zu erwarten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85411 (0,85538) britische Pfund, 185,09 (185,31) japanische Yen und 0,9218 (0,9201) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.153 Dollar. Das waren rund 11 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
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AXC0258 2026-07-07/16:50