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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Verlusten / OeBFA hat zwei bestehende Bundesanleihen aufgestockt - Deutsche und US-amerikanische Zahlen bringen kaum Impulse

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Dienstagnachmittag mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 4 Basispunkte auf 3,25 Prozent gestiegen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 26 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,39 Prozent auf 126,05 Punkte.

Die Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) hat zwei bestehende Bundesanleihen aufgestockt. Das Gesamtvolumen der Auktion am Dienstag betrug 1,725 Milliarden Euro. OeBFA-Geschäftsführer Markus Stix zeigte sich in einem Gespräch mit der APA mit der Nachfrage zufrieden. Die beiden Schuldpapiere der Republik Österreich waren 2,79-fach bzw. 2,93-fach überzeichnet. Die erste, noch bis Februar 2031 laufende Bundesanleihe erzielte bei ihrer Neuauflage am Dienstag eine Emissionsrendite von 2,774 Prozent. Das zweite, bis 2036 laufende Staatspapier erzielte eine Rendite von 3,203 Prozent.

Nachdem sich die USA und der Iran im Juni auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen geeinigt hatten, sei das Zinsniveau gesunken, so Stix. Am Dienstag seien die Kosten fürs Geldleihen dann wieder gestiegen. Grund sei der mutmaßliche Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormuz. "Diese Sicherheitslage schlägt sich hier durch".

Positiv hob der OeBFA-Chef einen gesunkenen Spread zu vergleichbaren deutschen Staatsanleihen hervor, auf das man "sehr stolz" sei. Dieser sei mit 0,228 Prozentpunkten so niedrig wie seit September 2021 nicht mehr. "Sehr gut" bei den Anlegern angekommen sei hier das Doppelbudget der Bundesregierung, das noch in dieser Woche im Nationalrat beschlossen werden dürfte.

Konjunkturdaten aus Deutschland waren am Dienstag zwar positiv ausgefallen, wirkten sich aber nicht merklich im Anleihenhandel aus. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Mai stärker als erwartet hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,9 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Impulse ging davon aber kaum aus. Ähnliches gilt für die US-Handelsbilanz. Boomende Investitionen in Künstliche Intelligenz haben das US-Handelsdefizit im Mai gemäß dem US-Handelsministerium stark steigen lassen. Die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren habe sich um 42,2 Prozent auf 77,6 Mrd. Dollar erhöht.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     2,65   2,61        0,04                        6
5 Jahre     2,84   2,80        0,04                       13
10 Jahre    3,25   3,21        0,04                       26
30 Jahre    3,86   3,83        0,03                       29

moe/mik

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